
Kronen Zeitung
ZWEI TORE, DANN EKLAT
Nach Abpfiff brannten ihm die Sicherungen durch
Nach der 3:4-Niederlage von Real Madrid gegen die Bayern kochten die Emotionen über: Mehrere Real-Stars gingen nach dem Abpfiff auf Schiedsrichter Slavko Vincic los. Darunter auch Arda Güler, der sogar noch nach Abpfiff die Rote Karte sah.
Güler sprintete direkt von der Bank zum Mittelkreis und beschwerte sich lautstark beim Schiedsrichter. Auch Vinícius Jr. mischte sich ein und gestikulierte heftig. Selbst als die Betreuer eingriffen, ließ sich Güler nicht beruhigen.
Rote Karte für Güler
Als der Türke bereits in Richtung Spielertunnel geführt wurde, verlor er dann endgültig die Nerven und lief noch einmal zu Schiedsrichter Vincic. Dieser zeigte ihm daraufhin die Rote Karte – und das, obwohl das Spiel bereits vorbei war.
Dass Güler den Patzer von Manuel Neuer zum 1:0 und das zwischenzeitliche 2:1 durch einen Traumfreistoß erzielte, war zu diesem Zeitpunkt schon längst vergessen.
Der Grund für die hitzigen Szenen lag auf der Hand. Eduardo Camavinga war in der 86. Minute mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden, nachdem er nach einem Foul den Ball festhielt und eine schnelle Spielfortsetzung verhindert hatte. Eine Entscheidung, die bei Real für großen Unmut sorgte.
Eberl kontert Kritik
Bayern-Sportvorstand Max Eberl stellte sich klar hinter die Entscheidung: „Wenn er das nicht auf dem Schirm hatte, dann war es eine pure Gelbe Karte, weil dann wollte er sie geben.“
Und weiter: „Er hat den Ball schon zweimal davor in die Hand genommen, er soll ihn einfach liegen lassen und weggehen.“
Ganz anders sah das Real-Coach Álvaro Arbeloa: „Der Schiedsrichter hat ein sehr schönes, sehr ausgeglichenes Spiel auf dem Höhepunkt zerstört!“ Eine Rote Karte, die niemand versteht. Es war ein ausgeglichenes Spiel, und das hat es dann entschieden.“
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Nach dem spektakulären 4:3 steht Bayern im CL-Halbfinale, doch die Diskussionen über den Schiedsrichter werden noch lange andauern.
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