
Kronen Zeitung
„KRONE“-STOPPLICHT
Altachs Cup-Sensation: Gesund und bodenständig
Ein legendärer Abend. Wohl einer der Höhepunkte der bisherigen Erfolgsgeschichte. 1991 war Altach in die zweite Bundesliga aufgestiegen, 15 Jahre später schafften es die Vorarlberger in die höchste Spielklasse. Als erster Klub aus dem Ländle qualifizierte sich Altach 2015 für den Europacup, schaltete zum Start den portugiesischen Traditionsverein Vitória Guimarães aus.
„Historisch“, erinnert sich der treue Anhänger Thomas T., „das 1:0 in Salzburg im Cup-Semifinale kommt dieser Leistung nahe.“ In den letzten drei Jahrzehnten erlebte Thomas die Entwicklung hautnah mit. Das kleine Schnabelholz-Stadion wuchs zu einer Vorzeigearena. Geschäftsführer Christoph Längle führte die „Krone“ unlängst durch das Areal. Neugestaltete Kabinen wie bei einer europäischen Topadresse, großzügig gestaltete Arbeitszonen, ein Bürotrakt, eine Gesundheits- und Rehaoase, ein multifunktionaler VIP-Klub als Herzstück, kompakte Tribünen. Schritt für Schritt errichteten die Vorarlberger ihr Traumstadion, ohne sich groß zu verschulden oder ein hohes Risiko einzugehen.
Bodenständig, mit klaren Visionen, die ohne Tamtam umgesetzt werden. Eigentlich ein kleines Wunder, wenn man bedenkt, dass im Stadion mehr Besucher Platz haben, als die Gemeinde Einwohner hat. Oft werden großem Fußball in kleinen Städten wenige nachhaltige Chancen gegeben, Altach beweist das Gegenteil.
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